News-Update

Weihnachten im Viadukt: Die Festbeleuchtung brennt, und an den Sonntagen vom 30.11., 7.12. und 21.12 sind die Geschäfte geöffnet.

Zürich-West – Kulturmeile & Industriequartier

Der Kampf um die Neugasse

Um ein schmales Wegstück am Rande von Zürich-West wird erbittert gekämpft: Die Anwohner wehren sich gegen den Velo-Verkehr, doch die Radler wollen nur widerwillig Umwege in Kauf nehmen

Das, was sich am Rande von Zürich-West abspielt, ist exemplarisch für die Stadtentwicklung: Die Einwohnerzahl und der Verkehr nimmt zu, doch niemand will die vielen mobilen Menschen vor seiner Haustür haben.

Also werden Fahrverbote erlassen, Lenkungsmassnahmen getroffen und Schikanen gebaut. So auch an der Neugasse, wo ein schmaler, aber bei Fussgängern wie Radlern gleichermassen beliebter Weg vom Viadukt Richtung Langstrasse verläuft. Das vielleicht zweihundert Meter lange Strässlein liegt direkt am Park, ist aber kein öffentlicher Grund, sondern Privatgrund der Eisenbahner-Genossenschaft (EBG) Dreispitz, welcher die Häuser an der Neugasse gehören. Diese versucht seit Jahren, seine Anwohner, aber auch die Passanten vor immer mehr und immer schneller werdenden Velofahrern zu schützen. Die Stadt Zürich versucht, zu vermitteln und hat die «offiziellen» Velowege umgeleitet, diese führen jetzt zur Josefstrasse um den Park herum.

Zickzack, Marsch! Velokrieg an der Neugasse. (Bild: jvr.)
Zickzack, Marsch! Velokrieg an der Neugasse. (Bild: jvr.)

Doch eine grosse Zahl Velofahrer radelt weiterhin den gewohnten Weg über die Neugasse. Grosse Verbotsschilder am Anfang und Ende der Strasse nützten wenig – solche Hinweise gekonnt zu ignorieren sind Velofahrer in der Stadt längst gewohnt. Darum standen die Verantwortlichen der EBG zeitweise selber in der Strasse, stoppten Velofahrer und ermahnten oder verzeigten diese. Mitunter führte dies zu hässlichen Szenen und üblen Beschimpfungen. Jetzt hat die EBG Dreispitz die nächste «Rakete» im Kampf gegen die missliebigen Velofahrer gezündet und eine veritable Schikane auf die Strasse montiert. Das Hindernis besteht aus einer hölzernen Bodenplatte, auf der zwei grosse Gitter versetzt montiert sind.

Der Weg durch dieses Konstrukt zwingt die meisten Velofahrer nun tatsächlich zum Absteigen, doch die meisten steigen unmittelbar nach der Schikane wieder aufs Rad, um weiter zu fahren. Der «Erfolg» dieser Massnahme darf also als bescheiden bezeichnet werden, wenngleich es natürlich immerhin ein Schritt ist, wenn die Radler ihre Geschwindigkeit verlangsamen müssen.

Schikane weg: Velokrieg an der Neugasse. (Bild: jvr.)
Schikane weg: Velokrieg an der Neugasse. (Bild: jvr.)

Doch die Radler wehren sich weiter: Nach nur einer Nacht war die Schikane bereits von jemand zur Seite geschoben worden. Zur Mittagszeit war sie wieder fest verzurrt an ihrem Platz. Zudem schmückten einige plastifizierte Schilder das Hindernis. Darauf wurde von den Velofahrern Anstand und Verständnis eingefordert. Ob diese dafür zu haben sind? Wir bleiben dran.

PS: Nachtrag vom 26. Mai 2024: Die «Neue Zürcher Zeitung» hat dem Thema einen langen Artikel gewidmet, der auch Stimmen der betroffenen Parteien, der Stadtbehörden und der Polizei enthält. HIER geht's zu dem Beitrag.

Ermahnungen an Velofahrer an der Neugasse. (Bild: jvr.)
Ermahnungen an Velofahrer an der Neugasse. (Bild: jvr.)

Street Art Tour durch Zürich-West

Zürich-West hat Street-Art-Fans einiges zu bieten. Von grossformatigen Murals über zeitgeistige Graffiti bis zu kleinen 3D-Interventionen finden sich im einstigen Industriequartier viele Facetten der Outdoor-Kunst.

Text: Jeroen van Rooijen

Ausgerechnet vom international bekanntesten Schweizer Street Art Artisten gibt es in Zürich-West nichts zu finden – Harald Nägeli sprayte Ende der 1970er-Jahre lieber in der Altstadt und im Universitätsquartier als im rauen Westen, wo der Kontrast vielleicht nicht so stark gewesen wäre. Vielleicht hätte es dort auch keinen interessiert, weil Graffiti in Zürich-West, anders als in den schicken Wohngegenden am Hügel, schon lange zum Stadtbild gehören.

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Herbst-Agenda 2025 Zürich-West

Es ist in den kommenden Wochen ganz schön etwas los im Industriequartier – nachfolgend eine subjektive Auswahl von Terminen, die wir nicht missen möchten.

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Mehr als anderthalb Jahre lang war das Viadukt im Zürcher Kreis 5 aufgrund von Bauarbeiten eingerüstet. Anstelle einer herkömmlichen Bauverhüllung setzten Studierende der Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK) ein kreatives Zeichen: Sie gestalteten die Abdeckungen für das massive Baugerüst und verwandelten die Viaduktbögen in eine temporäre Freiluftgalerie.

Weiterlesen: Im Viadukt: Aus Baustellen-Blachen werden Taschen

Daydance by Drift in Frau Gerolds Garten

Tagsüber statt tiefnachts tanzen – ein Phänomen, dass seit einiger zeit immer mehr Menschen begeistert. Am Samstag, 7. Juni wird auch in Frau Gerolds Garten zum Day Dance gebeten.

Es heisst ja gerne, dass die jungen Leute von heute anders ticken, andere Prioritäten hätten, anders leben und ausgehen. Das ist wohl so, denn neuerdings wird nicht mehr nur nachts und bis in die frühen Morgenstunden gefeiert, sondern auch nachmittags getanzt.

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Ein Pfingsthain für Zürich-West

Eine Arbeitsgruppe präsentiert ein Projekt und ein Hochparterre-Themenheft zur Umgestaltung der Pfingstweidstrasse. Aus dem ehemaligen Autobahnzubringer soll ein 800 Meter langer grüner Hain werden. 

Die Interessengemeinschaft Zentrum-Hardbrücke (IGZH) macht Dampf und treibt die Zürcher Stadtplanung vor sich her – mit guten Ideen, öffentlichkeitswirksamen Aktionen und einer gut gefüllten Kampagnenkasse.

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Herbst-Agenda Zürich-West 2024

Trari, trara, der Herbst ist da – und damit eine ereignisreiche, vielseitige Zeit im Industriequartier. Unsere Übersicht der Ereignisse für September, Oktober, November und die Vorweihnachtszeit.

Seit Mitte September macht sich der Herbst auch in Zürich-West deutlich bemerkbar. Hier sind einige Ereignisse und Termine, die den Herbst umso bunter machen.

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Looser verlässt das Industriequartier

Schritt für Schritt zieht sich das verarbeitende Gewerbe aus dem einstigen Industriequartier zurück. Neuestes Kapitel: Die Walter Looser AG, ein führender Anbieter von Bronzewerkstoffen, gibt seinen Standort am Viadukt auf und zieht nach Regensdorf.

Die grossen Mulden vor dem Haus an der Ecke Viadukt-/Josefstrasse kündigen es seit Wochen an: Hier wird ein Haus entrümpelt. Denn der Mietvertrag mit der Stadt läuft aus – alle Mieter des unansehnlichen Blocks ziehen aus, auch die Walter Looser AG, einer der führenden Schweizer Spezialisten für Bronze-Werkstoffe und Gleitlager.

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Platanen mit Sensoren in Zürich West

Die schattenspendenden Platanen in der Nachbarschaft der Hardbrücke tragen neuerdings Temperatur-Sensoren

Der kleine Platanenweg Zürich-West findet bereits im 3. Jahr statt. Es handelt sich dabei um drei Grüppchen teils sehr alter Bäume, die in der unwirtlichen Umgebung der Hardbrücke für Schatten und ein bisschen Grün sorgen. Neu kann man die vielgepriesene Klimawirkung der grossen Bäume live überprüfen.

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Die Kräne im Viadukt kommen weg

Seit einem Jahr wird im Viadukt gebaut – die SBB sanieren Mauerwerk, Geleise, Geleisebett und Fahrleitungen. Nun neigt sich die Baustelle ihrem Ende zu – bereits ab Mitte September werden die nicht mehr benötigten fünf Drehkräne abgebaut.

Seit einem Jahr steht im Viadukt, einer der beliebtesten Flanier- und Einkaufsmeilen der Stadt, ein riesengrosses Gerüst, dazu fünf massive Drehkräne auf Betonfundamenten. Seit Dezember wird praktisch permanent gebaut, gebohrt und gehämmert, denn innerhalb der einjährigen Fahrplanperiode fahren keine Züge zwischen Wipkingen und HB, das Viadukt ist für den Schienenverkehr stillgelegt. 

Nun neigt sich die für Anwohner und Gewerbetreibende mühsame Grossbaustelle langsam ihrem Ende zu – bereits ab Mitte September werden die nicht mehr benötigten Kräne demontiert.

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Baschi und Zürich-West – eine Langzeitbeziehung

Für eine Rückblende auf 20 Jahre seiner Karriere kehrte der Schweizer Musiker in die Maag-Halle zurück

In einem langen Interview blickt der Schweizer Volks-Star Baschi zurück auf zwanzig Jahre seiner Karriere – die notabene in Zürich-West in der Maag-Halle begann. Hier überzeugte der damals 17-jährige Jüngling der Casting-Show «Music Star».

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